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Zum 300. Todestag des Baumeisters Jakob Engel

Am 30. November 2014, exakt am 300. Todestag des Jakob Engel, veranstaltete der Eichstätter Diözesangeschichtsverein ein wissenschaftliches Symposium über diesen Graubündener Baumeister, der als erster in einer langen Reihe seiner Landsleute das Stadtbild des „barocken Eichstätt“ geprägt hat. Historisch korrekt fand die Veranstaltung im Spiegelsaal der Residenz statt, der seine Rokoko-Ausstattung zwar erst später erhalten hat, sich aber in einem von Jakob Engel entworfenen Flügel des Gebäudes befindet. mehr...

Der Ingolstädter Kulturkanal würdigte das Symposium mit einem Radiobeitrag, den Sie hier nachhören können.

Neu im Memoriale

Georg Löhnert (1912-1994)

Georg Löhnert (1912-1994), Kirchenmaler und Restaurator

Georg Löhnert wurde am 23. Oktober 1912 in Ingolstadt, in der Sebastianstraße, geboren, wuchs dort zusammen mit seinen 5 Geschwistern auf und ging hier zur Schule. Sein Vater war Lokomotivführer, die Mutter Hausfrau. Bald musste der Vater in den 1. Weltkrieg, die Mutter hatte allein für die Familie zu sorgen. Nebenbei arbeitete sie noch in der Munitionsfabrik, um die Familie durchzubringen. Nach dem Wunsch seines Vaters sollte Georg „etwas Sicheres lernen“, und zwar Automechaniker in Donauwörth. Aber das war nicht seine Berufung. Nach drei Tagen riss er aus, bekam zu Haus eine Tracht Prügel und konnte dann doch beim Maler Schulz/Ingolstadt in die Lehre gehen und bei Schmiedl/Ingolstadt die Gesellenprüfung machen.

Doch die Zeiten waren schlecht; er wurde arbeitslos. Zusammen mit seinem Freund Max Vollnhals, beide „Kolpingsöhne“, ging er auf die „Walz“ (Wanderschaft). Sie schafften es bis Budapest, wurden an der Grenze als „Illegale“ verhaftet und kurzzeitig eingesperrt. Auf dieser Tour kamen sie auch nach Berchtesgaden. Dort hatte ein bekannter, offener Hitlergegner, der Seimler (im Dialekt „Seimei“), die Kapelle „Maria am Berg“ gegenüber Hitlers Festung Obersalzberg gebaut. Zur Ausschmückung suchte er eben Kirchenmaler. Kurz und frech entschlossen meldeten sich die beiden und kamen so zu ihrem ersten Auftrag.

Auf der Wanderschaft stieß Löhnert auch auf den Kirchenmaler Karl Weinzierl (1872-1954) aus Isen/Obb. Offenbar erkannte der das schlummernde Talent. Er stellte ihn ein, und Löhnert lernte von der Picke auf den Beruf Kirchenmaler. 1937 – 1939 besuchte er die Meisterschule für das Malerhandwerk in München und schloss mit dem Meisterdiplom ab.

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